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TV: 18. Dez. 2009
Landes-Zuschuss für neue Bushaltebaustelle
Von unserem Redakteur Axel Munsteiner
Frohe vorweihachtliche Botschaft aus Mainz: Für die geplante Errichtung der Bushaltestelle mit Wendeplatz am Hermeskeiler Gymnasium gibt das Land einen Zuschuss von 235 900 Euro. Diese Zusage hat jetzt Verkehrsminister Hendrik Hering (SPD) der Kreisverwaltung Trier-Saarburg gegeben.
Hermeskeil. Der Zweck, den die neue Bushaltestelle im unmittelbaren Umfeld des Gymnasiums und der Berufsbildenden Schule erfüllen sollen, ist klar: Mit ihr soll die Situation auf dem Hermeskeiler Donatusplatz langfristig entschärft werden. Er ist vor allem in den Mittagsstunden permanent überlastet, weil dort über 800 der insgesamt circa 1000 Schüler des Gymnasiums in die Busse steigen, die sie nach Hause bringen (der TV berichtete mehrfach).
Für die neue Haltestelle wird ein bestehender Wirtschaftsweg, der rechts von der Kölkerbergstraße abzweigt und unterhalb von Berufsbildender Schule und Gymnasium vorbeiführt, auf sechs Meter Breite ausgebaut. An seinem Ende sollen drei Busbuchten entstehen und ein Wendeplatz gebaut werden, den die abfahrenden Busse umkreisen können. Sie soll nach Schulschluss kurz nach 13 Uhr von insgesamt neun Bussen angesteuert werden, die in Richtung Gusenburg/Wadern, Reinsfeld und in die Orte der Verbandsgemeinden Kell am See und Ruwer sowie nach Trier fahren. Wie die Schulleitung ermittelt hat, könnten von dort circa 400 Gymnasiasten - also etwa die Hälfte der "Fahrschüler", die aktuell den "Doni" bevölkern - ihren Nachhauseweg antreten.
"Die Kosten für diese Maßnahmen sind mit 398 000 Euro veranschlagt. Das Land übernimmt hiervon bis zu 235 900 Euro", so Hering. An der Finanzierung des Projekts sind darüber hinaus die Stadt Hermeskeil und der Kreis beteiligt.
Da es sich um eine öffentliche Bushaltestelle handelt, werde auch die Anbindung des Wohngebietes Kölkerberg an den Personennahverkehr deutlich verbessert, betont der Verkehrsminister. Die Arbeiten für die neue Bushaltestelle sollen im Anschluss an die Fertigstellung des Erweiterungsbaus für das Gymnasium (wahrscheinlich Ende 2010) vollendet werden.

Das Gedränge auf dem Hermeskeiler Donatusplatz nach Schulschluss soll bald beendet sein. Deshalb wird unterhalb des Gymnasiums eine neue Bushaltestelle gebaut. TV-Foto/Archiv: Axel Munsteiner
TV: 29. Okt. 2009
Zwei-Tages-Fest mit Jazz und Blasmusik
Premiere: Zum ersten Mal gab es die ,,Musiktage" in Gusenburg. Und die besuchten viele Gäste. Außerdem umrahmten sie das 85-jährige Bestehen des Musikvereins Lyra Gusenburg.
Gusenburg. (jolo) Mit den Bigbands ,,Rhythm & Blech" der Berufsbildenden Schule Trier sowie des Gymnasiums Hermeskeil hatten die Organisatoren der Musiktage zwei dicke Fische in die Grenderichhalle gezogen. Bei geschlossenen Augen hätten die Zuhörer, die aus der gesamten Region kamen, meinen können, Count Basie würde höchstpersönlich den Ton angeben. Zudem waren Klänge von Duke Ellington, Dizzy Gillespie sowie des großen deutschen Bigband-Lea ders und Jazz-Arrangeurs Peter Herbolzheimer zu hören.
Am zweiten Musiktag spielten befreundete Vereine aus Alsweiler (Saarland), dessen Dirigent Dozent in Gusenburg ist, Föhren, Sötern oder die Stadtkapelle Hermeskeil. In den beiden letzteren Formationen ist Fabian Gilles, der seit Mai das Gusenburger Jugendorchester leitet, aktiv. Einmal als Dirigent, zum anderen als Klarinettenspieler.
Die Jugendarbeit hat beim Gusenburger Musikverien Lyra höchsten Stellenwert. Dass der Vorstand, Vorsitzende ist seit 2003 Alexandra Hewer, auf die bestmögliche Ausbildung bei Musiklehrern Wert legen, konnte das Publikum am zweiten Festtag hören. Da hatte das knapp 30-köpfige Jugendorchester den ersten offiziellen Auftritt mit dem neuen musikalischen Leiter. Besonders die Eltern waren stolz auf ihren Nachwuchs.
Bei jungen Leuten ist der Verein beliebt. Auch, weil in den vergangenen Jahren immer am Jahresanfang ein Tag unter dem Motto ,,Jugend musiziert für die Jugend" organisiert wird.
Blasmusik spielen und über die Grenzen schauen
Der dient dazu, dass Kinder und Jugendliche in die Vereinsarbeit und musikalische Ausbildung hineinschnuppern, sich verschiedene Instrumente anhören und ausprobieren können. Unterstützung für die Jugendarbeit bietet der Förderverein, der von Hiltrud Pawlik, die auch als Musikerin aktiv ist, geführt wird. ,,Wir lieben und spielen unsere Blasmusik gerne. Doch wir möchten zukünftig ebenfalls anderen Musikrichtungen einen Raum geben, auch über Grenzen schauen und Luxemburger, Franzosen oder Holländer zu unseren Musiktagen einladen", sagt sie.
RuH: 29. Okt. 2009
Gusenburger Musiktage
Im Rahmen des 85-jährigen Bestehens des MV "Lyra" Gusenburg fanden am vergangenen Wochenende die Gusenburger Musiktage in der Grenderichhalle statt. Am Samstagabend waren die Big Band des Gymnasiums Hermeskeil und die Big Band "Rhythm & Blech" der Berufsbildenden Schulen Trier zu Gast. Hier kamen die Liebhaber moderner Musik und des Jazz voll auf ihre Kosten. Fortgesetzt wurden die Musiktage am Sonntagmorgen mit einer hl. Messe in der Halle. Den anschließenden Frühschoppen gestaltete der Musikverein Heinzerath-Merscheid. Nach dem Mittagessen spielten das Jugendorchester des Musikvereins Gusenburg, der Musikverein Alsweiler/Saar, der Musikverein Idenheim, der Musikverein Sötern, der Musikverein Föhren und die Stadtkapelle Hermeskeil. Bei Kaffee und Kuchen waren die Besucher eingeladen, moderner und anspruchsvoller Blasmusik zu lauschen.

Unser Bild zeigt die Big-Band des Gymnasiums.
TV: 06. Okt. 2009
Musik für Herz, Hand und Hirn
Die Kunst, Jazz vom Feinsten spielen zu können, ist eines der Markenzeichen des Hermeskeiler Gymnasiums. Die Big-Band feierte mit einem zweiten Konzert Geburtstag, diesmal mit musikalischen Gratulanten aus dem Saarland, der Band "Urknall" aus St. Wendel. Auch der Bläsernachwuchs stellte sich.
Hermeskeil. (doth) Mit drei Bands, von der Bläserklasse 6, über die "Little Big Band" der Klasse 7 bis zur renommierten "Big Band" hat sich das Gymnasium Hermeskeil in einem Konzert erneut als besonders musikalische Bildungsstätte vorgestellt. In der frisch renovierten Turnhalle, die zum Konzertsaal wurde, verfolgten über 300 Zuhörer das Können von rund 70 Schülern an den Blas- und Begleitinstrumenten - und es waren keineswegs alles stolze Eltern oder Großeltern: Musikalische Gratulanten kamen aus dem saarländischen St. Wendel. Ernst Urmetzer und seine Band "Urknall" verbindet viel mit dem Big-Band- Macher aus Hermeskeil, Stefan Butterbach, der im zweiten Teil des Konzertes als "Urknall- Trompeter" brillierte.
Die jungen Musiker aus der Bläserklasse 6 sind um die zwölf bis 13 Jahre alt und spielen erst seit gut einem Jahr. Natürlich ist nicht jeder Neuzugang gleich gut begabt. Bandleader Stefan Butterbach löst das Problem so: "Verschiedene Begabungen kann man sehr gut unter einen Hut bringen, indem Solisten Raum für Improvisationen gelassen wird, während der Rest das Klangvolumen liefert."
Es sei in jedem Jahr ein Neuanfang, erklärt der Musikpädagoge, der froh ist, dass immer wieder gute Musiker der Band nach ihrem Abitur treu bleiben. Da wird auch vor einem so berühmten Titel wie "In the Mood" von Glenn Miller nicht zurückgeschreckt, obwohl Butterbach zugibt: "Das ist schon ein Wagnis." Es klappte jedoch richtig gut.
Was bewirkt Musik? "Im ganzen Pisa-Wahn bleibt der Mensch doch immer noch ein Wesen mit den Aspekten Herz, Hand und Hirn", stellt Butterbach fest. Musik koordiniere diese "Dreieinigkeit".
Die Tochter Jil von Günter Buchien aus Reinsfeld spielt Klarinette in der Bläserklasse 6. Er findet: "Musik bildet die gesamte Persönlichkeit und sie gehört zu einer rundum guten Bildung."
Auch Oliver Bölsterling aus Thalfang hat mit Gina eine musikalische Tochter. Sie spielt Querflöte in der Big-Band. Der studierte Musiker geht in seiner Einschätzung sogar noch weiter: "Musik wirkt sich auch positiv auf das soziale Umfeld aus."

Für die Big-Band des Hermeskeiler Gymnasiums sind auch schwere Titel wie „In the Mood“ von Clenn Miller kein Problem.TV-Foto: Herbert Thormeyer
TV: 28. August 2009
Grips und Kraft gefragt
Mit dem vom Land für die Erstausstattung von Ganztagsschulen bereitgestellten Betrag hat das Gymnasium Hermeskeil ein Erlebnisfeld realisiert, das zum Bewegen und Austoben ebenso einlädt wie zum Entspannen.
Hermeskeil. (urs) Hermeskeiler Gymnasiasten werden künftig wohl sehr viel motivierter zur Schule gehen. Und zwar dank des neuen Erlebnisfeldes, das sie seit dem Wochenende endlich auch offiziell nutzen dürfen. Gleich im Anschluss an den Spatenstich für den Erweiterungsbau (der TV berichtete) haben Landrat Günther Schartz und Josef Peter Mertes, Präsident der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier, das Areal eingeweiht. Für die Schüler ist damit der Start freigegeben zum Kraxeln, Balancieren und Auspowern - aber auch für Denksport. Denn unter anderem erwartet dort ein überdimensionales Schachbrett die Schüler.
Den größten Ansturm erlebt jedoch der Kletterfelsen. Der aus Beton gegossene Koloss wartet zwar nicht mit Griffhilfen auf, dafür aber mit etlichen Schwierigkeitsgraden. Etwaige Patzer federt ein superweiches Kiesbett ab. Den Felsen zu bezwingen, erfordere "Grips und Kraft", betont Lehrer Stefan Philippi. Außerdem sei der Felsen in der Gegend ein Unikum. Nicht minder begehrt ist das Baumstamm-Balanciergerüst, oder "Baumstamm-Mikado", das dank solider Verschraubungen selbst vielen Kletterern standhält.
Ganztagsschulkoordinator Philippi hat das Erlebnisfeld mit Sportlehrer Christoph Echternkamp geplant. Ihnen habe ein Areal vorgeschwebt, das die Schüler zum Bewegen und Auspowern motiviere, aber auch Geschicklichkeit erfordere, erklärt Echternkamp. Außerdem sollte der zusätzliche "Lebensraum" für die Schüler so konzipiert sein, "dass auch noch ein Zehntklässler eine Herausforderung findet".
Die Kosten für das Erlebnisfeld an der rückwärtigen Gebäudeseite belaufen sich laut Philippi auf 65 000 Euro. Weitere 10 000 Euro des Betrages, den das Land Ganztagsschulen für die Erstausstattung zur Verfügung stelle, seien in Lese-Ecken und ähnliche Angebote geflossen.
Bei der Realisierung des Feldes hätten auch Eltern mitgeholfen sowie Firmen, die sich für das Projekt zusätzlich ins Zeug gelegt hätten.
Großer Dank gebührt laut dem Lehrerduo dem Forstamt Hochwald, das für den Balanciergarten verantwortlich zeichnet. Die Einweihung haben Schulchor und Bläserklasse begleitet.

Auf dem neuen Erlebnisfeld des Hermeskeiler Gymnasiums haben jüngere wie ältere Schüler ihren Spaß. TV-Foto: Ursula Schmieder
TV: 28. August 2009
Ende der Enge in greifbarer Nähe
Von unserer Mitarbeiterin Ursula Schmieder
Mit dem formellen Spatenstich am Gymnasium Hermeskeil ist der 3,85 Millionen Euro teure Erweiterungsbau nun auch offiziell durchgestartet. Insgesamt investiert der Kreis sieben Millionen Euro in die Schule.
Hermeskeil. Die riesige Grube hinter dem Haus macht klar, dass hier nicht irgendein Anbau entstehen wird. Der Erweiterungsbau für das Gymnasium Hermeskeil ist ein Meilenstein in der Geschichte des Hauses, dessen Schülerzahlen sich binnen 15 Jahren von 650 auf an die 1050 erhöht haben.
Dank des Neubaus werde die Schule künftig nicht nur den Raum-Vorgaben für ein fünfzügiges Gymnasium entsprechen, hebt Landrat Günther Schartz beim formellen Spatenstich hervor. Schüler würden dort auch moderne Klassen vorfinden und ein attraktives Bildungsangebot nutzen können. Denn in dem rechtwinklig zum neueren Trakt angeordneten Neubau werden zwei naturwissenschaftliche und vier Klassenräume eingerichtet sowie eine Mensa. Momentan nutzen die Schüler ein Provisorium in einem künftigen Aufenthaltsraum.
Die bis Ende 2010 voraussichtlich abgeschlossene Erweiterung wird 3,85 Millionen Euro kosten, die aus dem Konjunkturpaket II bezuschusst werden. Mit den 3,5 Millionen Euro für die 2006 begonnene und kurz vor dem Abschluss stehende Sanierung (der TV berichtete mehrfach) verbaut der Kreis gut sieben Millionen Euro in der Schule. Kreisweit seien allein während der Ferien zwei Millionen Euro in Schulstandorte investiert worden, betont Schartz: "Für uns ist Schulentwicklung auch Regionalentwicklung." Josef Peter Mertes, Präsident der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier, sieht das nicht anders. "Wir müssen besser werden im gesamten Bildungswesen", sieht er das als Voraussetzung, auch weiterhin gut im internationalen Konkurrenzkampf bestehen zu können. Das Konjunkturpaket habe daher schon geholfen. Das Ganztagsschulangebot der Region nehme innerhalb der Republik eine führende Position ein. Mit Blick auf die benachbarte Berufsbildende Sophie-Scholl-Schule und die aktuelle PCB-Sanierung der Realschule betont Mertes: "Sie können sicher sein, dass uns die Entwicklung des Schulstandortes Hermeskeil sehr am Herzen liegt."

Landrat Günther Schartz, Schulleiter Karl-Heinz Wortmann und ADD-Präsident Josef Peter Mertes (Mitte, von links) beim Spatenstich für den Erweiterungsbau des Gymnasiums Hermeskeil. TV-Foto: Ursula Schmieder
Schulleiter Karl-Heinz Wortmann räumt bei aller Freude über die zügig voranschreitenden Arbeiten ein, dass er bei seinem Eintritt vor fünf Jahren anderes erwartet hatte: "Ich habe gedacht, ich würde eine Schule und nicht eine Baustelle leiten." Bei dieser Gelegenheit wolle er daher Harald Michels danken, dem Leiter des Trierer Gesundheitsamtes, der die Sanierung des Gymnasiums auf den Weg gebracht habe.
Auch die "kleinen Streitigkeiten" mit der Kommunalpolitik spricht er an. Er habe bis dahin mit Politik nichts zu tun gehabt und einfach angesprochen, was ihm auf der Seele brannte. Im Anschluss wurde das neue Erlebnisspielfeld seiner Bestimmung übergeben.
TV: 24. August 2009
Großbaustelle Gymnasium
Von unserem Redakteur Axel Munsteiner
Nicht nur an der PCB-schadstoffbelasteten Hermeskeiler Realschule wurden die Sommerferien für Arbeiten genutzt. Auch das Gymnasium hat sich wieder in eine große Baustelle verwandelt. Die 3,5 Millionen Euro teure und seit 2006 laufende Generalsanierung des alten Gebäudebestands neigt sich jetzt dem Ende entgegen. Zugleich steht der Auftakt für die Errichtung des 3,6 Millionen Euro teuren Erweiterungsbaus unmittelbar bevor.
Hermeskeil. Wenn für 1036 Gymnasiasten und ihre Lehrer der Unterricht beginnt, werden sie an der Schule wieder Baugerüste erwarten. Der Gebäudekomplex auf der unteren Schulhofseite (Baujahr 1968) erhält wie die anderen Teile der Schule zuvor eine neue, wärmeverkleidete Fassade. Damit neigt sich die seit 2006 andauernde Generalsanierung des Gymnasiums, das in der Vergangenheit unter eindringender Feuchtigkeit und Schimmelschäden zu leiden hatte, dem Ende entgegen. Inklusive Modernisierung der Turnhalle, die schon seit Frühjahr wieder für Sportunterricht genutzt werden kann, hat sich der Kreis Trier-Saarburg als Schulträger das insgesamt 3,5 Millionen Euro kosten lassen.
"Bis zu den Herbstferien müssen wir zwar noch mit einer Baustelle leben. Dann ist aber alles erledigt, was sich in 40 Jahren an notwendigen Sanierungsarbeiten angestaut hat. Damit ist die Schule sehr zufrieden, sagt Rektor Karl-Heinz Wortmann. Auch Landrat Günter Schartz ist der Auffassung, "dass sich die Sanierung der Schule in einer guten Form entwickelt hat".

Arbeiten an der Fassade des neueren Gebäudetrakts (hinten) und über dem Foyer vor der Bibliothek (im Vordergrund) prägen derzeit das Bild am Hermeskeiler Gymnasium. TV-Foto: Axel Munsteiner
Deren baldiges Ende bedeutet aber mitnichten auch den Abschluss aller Bauarbeiten am Gymnasium. Bereits jetzt sind Firmen damit beschäftigt, das bislang seitlich offene, aber überdachte Foyer vor dem Eingang der Bibliothek in Leichtbauweise und mit Glasfenstern komplett zu schließen. Diese Kosten belaufen sich auf circa 400 000 Euro. Langristig sollen die circa 200 Quadratmeter als Veranstaltungsfläche und MSS-Aufenthaltsraum dienen. Zunächst wird dort aber ab dem Ende der Herbstferien eine Mensa mit Ausgabeküche ihren Platz finden. Denn das Gymnasium hat seit dem Schuljahr 2008/09 ein Ganztagsangebot eingerichtet. Gedacht ist diese Mensa aber nur als Provisorium, mit der die Zeit bis zur Fertigstellung des Erweiterungsbaus überbrückt werden soll. Mit diesem zweigeschossigen, zusätzlich 3,6 Millionen Euro kostenden Anbau soll die Raumnot am Gymansium behoben werden, das seit 1994 einen Anstieg der Schülerzahl von 650 auf aktuell 1036 verzeichnet. Wegen dieses Problems mussten vor der Schule insgesamt sechs mobile Klassenräume in Containern aufgestellt werden. Die Baugrube für den Erweiterungsbau im Bereich der früheren Lehrerparkplätze ist schon ausgehoben. Der offizielle Startschuss für die Arbeiten fällt am Freitag, 28. August. Im Anbau sollen vier Klassenräume, zwei Räume für Ganztagsklassen, zwei Räume für naturwissenschaftlichen Unterricht und vor allem die Mensa untergebracht werden. Schartz schätzt, dass er Ende 2010 bezugsfertig ist. Direkt im Anschluss soll dann auch die neue Bushaltestelle mit Wendeplatz unterhalb des Gymnsiums vollendet werden. Mit ihr soll - in Zusammenarbeit mit der Stadt - die Situation auf dem nach Schulschluss chronisch überlasteten Hermeskeiler Donatusplatz entschärft werden.
Schließlich investiert der Kreis auch in die benachbarte Berufsbildende Schule. Um den Brandschutz im Altbau zu verbessern, werden dort etwa 95 000 Euro ausgegeben.
TV: 28. Juni 2009
Kulturelles Fünf-Gänge-Menü
Hermeskeil. (doth) Bis zu einem halben Jahr haben rund 150 Schüler in harten Proben die ganze Palette musikalischen Schaffens erarbeitet, die am Gymnasium Hermeskeil angeboten wird. Von den fünften Klassen bis zu den "Zwölfern" zeigten alle ihr Können als Schauspieler, Sänger, Instrumentalist oder im Tanz.
"Wir servieren ihnen heute ein kulturelles Fünf-Gänge-Menü", kündigte Schulleiter Karl-Heinz Wortmann mit einer Kochmütze auf dem Kopf den umfangreichen Abend an.
In der frisch renovierten Turnhalle, die zum Musiktheater wurde, legten die Jüngsten mit dem Musical "Toms Traum" unter der Leitung von Christian Kiefer los. Der Unterstufenchor sang und spielte perfekt, total textsicher. Sogar Teile des Bühnenbildes hatten Beine und liefen als Schrank oder Tisch in die Szenen.
In der Bibliothek spielte das klassische Schulorchester, dirigiert von Mario Düpre. Während dessen wurde in der Turnhalle für die Tanz-AG von Inge Hoff umgebaut. Stefan Butterbach stellte sein Jazz-Improvisationsprojekt mit der "Little Big Band" und der Big Band der Schule vor.
Eine Neuauflage gab es schließlich mit einem Musicalprojekt des ehemaligen Schülers David Steines, das bereits als Höhepunkt einer Projektwoche aufgeführt worden war. 400 Zuschauer in der Halle, rund 200 in der Bibliothek, stets waren die Spielstätten ausgelastet. Viereinhalb Stunden Programm waren in der musikalischen Sommernacht gestaltet worden. Sie vergingen wie im Fluge.
Von den rund 1000 Schülern am Hermeskeiler Gymnasium spielen allein 350 ein Instrument. Weitere sind in Theater- oder Tanz-AGs engagiert. Wie wirkt sich das aus? "So lernen die Kinder mit Begeisterung und haben Spaß an der Leistung", stellte Pädagoge Wortmann fest. Der Applaus sei nicht nur die Belohnung, sondern auch "Note". Musiklehrer Andreas Steffens fügt hinzu: "Die Proben waren ein unheimliches Gemeinschaftserlebnis. Eine solche Euphorie hält sich an der Schule über Wochen."
TV: 3. Juni 2009
Mode statt Mathematik
Von unserem Mitarbeiter Marcel Wollscheid
Das Gymnasium veranstaltet in diesen Tagen erneut eine Projektwoche. Schüler aller Jahrgangsstufen arbeiten gemeinsam an 51 Projekten, um in Gruppenarbeit Erfahrungen abseits des Schulalltags zu sammeln.
Hermeskeil. In dieser Woche ist am Gymnasium Hermeskeil alles ein wenig anders. Wo sich sonst Unterrichtsmaterialien türmen und die Köpfe der Schüler qualmen, arbeiten die Kinder und Jugendlichen aller Altersklassen zurzeit zusammen an Skulpturen, Fotografien und sonderbaren Experimenten. Es ist die Zeit der Projektwoche, die sich in diesem Jahr dem Thema "Postmoderne — Die Zeit in der wir leben" widmet. Die Idee dahinter erklärt Lehrerin Anne Elenz: "Fächerübergreifend wird ein weites Feld vernachlässigt: die Zeit in der wir leben. Dabei kann man davon ausgehen, dass in den vergangenen Jahren interessante Neuerungen und Perspektiven veröffentlicht wurden, die es Wert wären, dass man sich ihnen widmet."
Besonderen Wert legen die Organisatoren dabei auf ein vielseitiges Angebot an Projekten. Die Themen reichen von der EU über erneuerbare Energien bis hin zu Theaterspiel und der Ernährung im Zeitalter von McDonald's. Sogar Mode wird in dieser Woche zum Schulthema, wie das Projekt von Jana Vogel (18) zeigt. In einer Gruppe von 26 Schülern erarbeitet sie die Geschichte der Kleidung von Antike bis Gegenwart. "Das Schöne an der Projektwoche ist, dass wir als Schüler Verantwortung tragen können und Abwechslung vom Schulalltag geboten wird", meint die Oberstufenschülerin aus Waldweiler. Auch Schulleiter Karl-Heinz Wortmann ist vom Konzept der Projektwoche überzeugt: "Die Schüler sollen abseits des normalen Unterrichts Projektarbeit erleben. Sie lernen dabei Dinge, die in der heutigen Zeit sehr wichtig sind."
Die Ergebnisse der Projektwoche werden a kommenden Samstag, 6. Juni, ab 14 Uhr im Rahmen eines Schulfestes präsentiert.
TV: 13. März 2009
Debatte am historischen Tatort
Demokratie üben und ein Gespür für die Meinung des anderen bekommen sind Ziele des Wettbewerbes "Jugend debattiert", der erstmals in der Gedenkstätte KZ Hinzert stattfand. 80 Schüler aus sechs regionalen Schulen debattierten und beurteilten die Leistung in zwei Altersgruppen. Es ging um den Einzug in den Landesentscheid.
Hinzert-Pölert. (doth) Mit der Kombination von Demokratie und Gedenkarbeit hat Stefan Philippi, Sozialkundelehrer am Gymnasium Hermeskeil und Schulverbundskoordinator, dem Wettbewerb "Schüler debattieren" eine neue Qualität gegeben. 80 Schüler aus sechs regionalen Schulen waren entweder Teilnehmer oder Juroren.
Jeweils drei Themen waren von den Neuntklässlern bzw. der Jahrgangsstufe 11 bis 13 vorzubereiten, und zwar sowohl pro als auch kontra.
Wer für und wer gegen etwas zu argumentieren hatte, wurde ausgelost. "Der Sinn dabei ist, sich in die Position eines Andersdenkenden besser hineinversetzen zu können", erklärt Stefan Philippi. Gebraucht wird die Fähigkeit fundiert zu argumentieren, bis in die Abiturklausuren hinein.
In der Gedenkstätte trafen sich die Besten, die sich jetzt mit Fragen wie "Soll der Besuch der Gedenkstätte Hinzert für alle Neuntklässler verpflichtend sein? oder "Sollen Geschichtsschulbücher über die jüngere Vergangenheit von Zeitzeugen statt von Historikern verfasst werden?" auseinandersetzten. Im Unterricht und Arbeits gemeinschaften war die Gesprächsfähigkeit (Rhetorik) vorher intensiv geübt worden. Die entsprechenden Lehrer absolvierten dazu eine Zusatzausbildung.
Nicht nur die Argumente mussten stimmen, sondern auch die flüssige Rede ohne "ääh" oder Verlegenheitsröte, denn rund 100 Menschen hörten jeweils zu, und man wurde beurteilt. Ins Wort fallen, wie das so oft bei Gesprächsrunden im Fernsehen zu sehen ist, gab Punktabzug.
Es ging nicht ums Rechthaben
Grundsätzlich ging es nicht ums Rechthaben, sondern um die Klärung einer Sachfrage. Johannes Wolter, Lisa Weglinski und Oliver Fenzl, alle drei vom Idar-Obersteiner Gymnasium an der Heinzenwies, sowie Lutz Kiesewetter vom Gymnasium Hermeskeil fahren im April zum Landesentscheid im Mainzer Landtag.

Johannes Wolter, Lisa Weglinski, Oliver Fenzl und Lutz Kiesewetter (von links) nehmen am Landesentscheid teil. TV-Foto: Herbert Thormeyer
Das Bundesfinale ist am 15. Juni im Großen Sendesaal des RBB in Berlin. Ehrengast ist dann Bundespräsident Horst Köhler. Uwe Bader von der Landeszentrale für politische Bildung zeigte sich beeindruckt: "Ehemalige Häftlinge hätten bestimmt ihre helle Freude daran gehabt zu sehen, wie sich junge Leute heute auf die Demokratie vorbereiten."
RuH: 5. März 2009
Toller Erfolg beim Landesentscheid
Turner des Gymnasiums gewinnen Silbermedaille
Das Gymnasium Hermeskeil kann im Wettbewerb Jugend trainiert für Olympia einen weiteren Erfolg aufweisen. In der Sportart Gerätturnen nahm eine Jungenmannschaft in der letzten Woche am Landesentscheid in Wörth teil. Robert Gressnich (MSS 11), Fabian Zwetsch (MSS 12), Tobias Zwetsch (MSS11) und Aaron Weber (7b) (siehe Foto von l. n. r.) erturnten in der Wettkampfklasse I einen hervorragenden 2.Platz. Dabei muss betont werden, dass die Schüler der gegnerischen Gymnasien aus Grünstadt, Kusel und Ramstein-Miesenbach ebenfalls starke Leistungen zeigten. So gesehen kann Willy Eiden vom TV Hermeskeil wirklich stolz auf seine Jungs sein, die als zweitbeste Schulmannschaft in Rheinland-Pfalz überzeugten.

Einige Tage zuvor hinterließen auch die Turnerinnen des Gymnasiums beim Landesentscheid in Grünstadt einen guten Eindruck. Allerdings konnte die Mannschaft im WK II (Verletzung Eva Klaeser) nicht an den Start gehen. Dafür verstärkte Katharina Klaeser das Team im WK III und sicherte sich mit Morgana Strittmatter, Magdalena Papp, Janine Schneider, Salomé Porten, Sophie Hewener und Nina Knop den 3.Platz vor der Marienschule aus Vallendar. Der Gewinn der Bronzemedaille auf Landesebene bestätigt die intensive Trainingsarbeit von Sarah Ludwig. Zudem wurde Katharina Klaeser beste Turnerin in ihrer Wettkampfklasse.
TV: 18. Februar 2009
Fast ein fliegendes Klassenzimmer
Noch mehr Büffeln in der Box: Neue Container am Gymnasium aufgestellt
Am Hermeskeiler Gymnasium schreiten die Sanierungsarbeiten voran, und die "Haupt-Akteure" für eine wichtige provisorische Lösung, die die ärgste Platznot beheben soll, sind jetzt auch da. Am Dienstag wurden die neuen Unterrichtscontainer vor dem Schulgebäude aufgestellt.
Von unserem Redakteur Axel Munsteiner
Hermeskeil. Nein, schön sind sie nicht - die Containerklassen, die seit 2007 vor dem Schulgebäude stehen. Am Dienstag haben sie sogar Zuwachs mit zwei neuen mobilen Klassenräumen bekommen, die jeweils etwa 60 Quadratmeter groß sind und mit Hilfe eines Spezialkrans vom Laster auf ihren neuen Standort in der Borwiesenstraße gehievt wurden. Doch der Schulträger - der Kreis Trier-Saarburg -, die Schulleitung und auch der Elternbeirat sehen in den Unterrichts-Boxen das wirksamste Mittel, um der akuten Platznot am Gymnasium provisorisch abzuhelfen. Denn bis die derzeit 1010 Schüler nachhaltig mehr Platz für ihre Bildung bekommen, wird es noch ein Weilchen dauern.
Zwar sollen nach Angaben der Kreisverwaltung die Planungen für den circa vier Millionen Euro teuren Erweiterungsbau in den nächsten Wochen abgeschlossen sein, so dass der Bauantrag gestellt werden kann. Bis der zweigeschossige Neubau im Bereich des jetzigen Lehrerparkplatzes bezugsfertig ist, wird es aber wohl noch bis zum Beginn des Schuljahres 2010/11 dauern.
Im Ergänzungsbau werden unter anderem vier Klassenzimmer und zwei naturwissenschaftliche Fachräume, zwei zusätzliche Räume für den Ganztagesunterricht und vor allem die Mensa mit den notwendigen Nebenräumen Platz finden. "Wir reagieren damit zum einen auf die gestiegenen Schülerzahlen des Gymnasiums. Außerdem wird die Schule weiter fit gemacht für die Zukunft, da sie mit dem Neubau dann auch räumlich alle Voraussetzungen für die Ganztagesschule erfüllt", sagt Kreis-Pressesprecherin Martina Bosch dem TV.
Provisorische Mensa geht im Oktober in Betrieb
Um die Zeit bis zum Schuljahr-Start 2010/11 zu überbrücken, ist zunächst aber noch eine zweite Übergangslösung nötig. Im Bereich des Zugangs zur Bibliothek entsteht eine provisorische Mensa, die im Oktober 2009 in Betrieb genommen werden soll.
Geplant ist zudem der Bau eines Spielplatzes zwischen Bibliothek und Sporthalle.
Am Gymnasium besteht aber nicht nur Handlungsbedarf für neue Investitionen. Bekanntlich laufen am bestehenden Gebäudekomplex bereits seit 2006 die umfangreichen Arbeiten für die drei Millionen Euro teure Generalsanierung. Deren nächstes Etappenziel soll am Ende der Osterferien erreicht sein. Dann steht nach Auskunft des Kreises die Turnhalle wieder für den Sportunterricht zur Verfügung. Sie wird derzeit noch mit neuen Wänden, Fenstern, Boden, Decke und Sportgeräten ausgestattet.

Klassenraum am Haken: Ein Spezialkran manövriert die neuen Container am Gymnasium an die richtige Stelle. TV-Foto: Axel Munsteiner
RuH: 05. Februar 2009
Gymnasium Hermeskeil hat beste Turnerinnen
Zwei Mannschaften für den Landesentscheid qualifiziert
Im Wettbewerb Jugend trainiert für Olympia sind die Mannschaften des Gymnasiums Hermeskeil auf Regionalebene derzeit nicht zu schlagen. Nach den Tischtennisspielern schafften auch die Mädchen im Gerätturnen mühelos die Qualifikation für den Landesentscheid. Damit gehören sie schon zu den Drittbesten in Rheinland-Pfalz und es fehlt nur noch eine weitere überzeugende Leistung, um die Teilnahme am Bundesfinale in Berlin zu erturnen.
Bei dem Regionalentscheid in Bitburg war das Gymnasium Hermeskeil in der letzten Woche mit zwei Mädchenmannschaften vertreten. In der Wettkampf-klasse III (Jahrgänge 1994 bis 1997) gingen Magdalena Papp (6e), Morgana Strittmatter (7a), Janine Schneider (7c), Salomé Porten (6b), Sophie Hewener (6a) und Nina Knop (5c) überaus motiviert und konzentriert an die Geräte Sprungtisch, Barren/Reck und Schwebebalken. Auch bei ihrer Pflichtübung am Boden wussten die Mädchen zu überzeugen. Sie siegten sehr souverän mit insgesamt 230,45 Punkten vor der Realschule St. Matthias Bitburg (208,55).
Ähnlich überlegen waren die Hermeskeiler Gymnasiastinnen im Wettkampf II (Jahrgänge 1992 bis 1995). Eva Klaeser (10d), Katharina Klaeser (8d), Mareike Neu (10d) und Caroline Treitz (10d) erturnten insgesamt 256,15 Punkte und verwiesen die Mädchen der Realschule Saarburg (214,85 Punkte) mit eindeutigem Vorsprung auf den 2.Platz. Auf Grund ihrer beeindruckenden Leistungen an den Geräten dürften die Hermeskeiler Schülerinnen auch beim Landesentscheid am 18. Februar nicht chancenlos sein.

Voller Stolz präsentieren sich die Mädchen des Gymnasiums Hermeskeil nach Beendigung des Regionalentscheides in Bitburg. In der vorderen Reihe: (von l. nach r.): Janine Schneider, Morgana Strittmatter, Nina Knop, Salomé Porten, Sophie Hewener, Magdalena Papp. Dahinter: Trainerin Sarah Ludwig, Katharina Klaeser mit Maskottchen, Eva Klaeser, Mareike Neu, Caroline Treitz und der betreuende Lehrer, Ulrich Jansen.
RuH: 29. Januar 2009
Totaler Tischtennis-Triumph
Gymnasium Hermeskeil dreimal auf Platz 1
Im Wettbewerb Jugend trainiert für Olympia fanden in der vergangenen Woche in der Sportart Tischtennis die Regionalentscheide für Mädchen und Jungen in den Wettkampfklassen II und III statt. In drei von vier Konkurrenzen war das Gymnasium Hermeskeil vertreten und erspielte sich auch dreimal den Sieg. Mit diesen Erfolgen untermauerten die Tischtennis-Cracks des Gymnasiums erneut ihre derzeitige Vormachtstellung im Bereich der ADD Trier.
Zunächst fand der Regionalentscheid im WK III (Jahrgänge 1994 bis 1997) in der neuen Sporthalle am Gymnasium Hermeskeil statt. Die Mädchenmannschaft mit Marie-Therese Reinert (8c), Wiebke Hamm (7d), Patrizia Biermann (9d), Marielena Lüling (6b), Helen Klotz (7d) und Tabea Plock (6e) besiegte aufgrund einer geschlossenen Mannschaftsleistung die Realschule Schweich sowie die Hauptschule Schweich mit jeweils 5:3 und stand als Vertreter der ADD Trier für den Landesentscheid fest.
Auch die Hermeskeiler Jungen nutzten den Heimvorteil und ließen drei anderen Schulen nicht den Hauch einer Chance. Mit großer Spielfreude besiegten Maximilian Barth (8c), Matthias Jahn (7b), Mathias Kasper (8a), Dominik Michels (9a), Lukas Hans (7c) und Christian Lofi (8b) zunächst die RS Schweich mit 5:1. Der stärkste Gegner, das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium Trier, wurde mit 5:2 bezwungen und das Hindenburg-Gymnasium sogar mit 5:0 von der Platte gefegt. Beim Landesentscheid werden die Hermeskeiler Gymnasiasten mehr als nur Außenseiterchancen haben, das Ticket zum Bundesfinale in Berlin zu erspielen, da der beim Regionsentscheid krankheitsbedingt fehlende Alexander Diehl (7b) mit von der Partie sein wird.
Bei dem in Schweich ausgetragenen Regionalentscheid in der Wettkampfklasse II (Jahrgänge 1992 bis 1995) war das Gymnasium mit einer weiteren Jungenmannschaft am Start. Florian Trattnig (10a), Patrick Duddek (10a), Frederic Simon (MSS 11), Max Diehl (10b), Alexander Reinert (10a), Daniel Birtel (MSS 11) und Christoph Alten (9c) hehaupteten sich in ihrer Gruppe gegen die Realschule Wittlich und gegen die Duale Oberschule Wittlich mit jeweils 5:0. Im Endspiel konnte das Team völlig unerwartet gegen das favorisierte Gymnasium Konz mithalten. Schließlich gelang ein souveräner 5:2 Erfolg und damit die Revanche für die im Vorjahr erlittene Niederlage. Der betreuende Lehrer, Ulrich Jansen, war von der Spielstärke seines Teams sichtlich beeindruckt, zumal zwei spielstarke Jungs nicht mitwirken konnten. Nunmehr freut er sich mit seinen Schülern auf den Landesentscheid.

Das Foto zeigt die erfolgreichen Mädchen und Jungen des Gymnasiums Hermeskeil im Wettkampf III. V.l.n.r.: Dominik Michels, Wiebke Hamm, Christian Lofi, Lukas Hans, Mathias Kasper, Patrizia Biermann, Maximilian Barth, Tabea Plock, Marie-Therese Reinert, Matthias Jahn, Helen Klotz und Marielena Lüling.
TV: 16. Januar 2009
Hochburg der Börse
Gruppe aus dem Hochwald siegt beim Planspiel
Die Finanzkrise hat die vergangenen Monate das Geschehen an der Börse bestimmt. Dass trotzdem Gewinne zu machen sind, haben zum 26. Mal Schüler aus ganz Europa beim Planspiel Börse bewiesen. Die beste Taktik und das meiste Glück hatte die Spielgruppe "Die 4 Lustigen 3" aus Hermeskeil, die sich bis an die Spitze aller insgesamt rund 250 000 teilnehmenden Teams spekulierte (der TV berichtete).
Trier. (cofi) "Wir haben gleich zu Anfang nicht auf den Rat unseres Lehrers gehört", sagt Tommy Malburg. Er war vom 6. Oktober bis zum 16. Dezember drei Monate Chef der Gruppe "Die 4 lustigen 3". Dass sich ein eigener Kopf auszahlt, hat das Trio Tommy Malburg, Nicolas Münster und Kai Glauber gleich zu Beginn des Planspiels Börse unter Beweis gestellt. "Wir haben 15 000 Euro reingesteckt und sind mit rund 60 000 Euro plus rausgekommen." Investiert haben die Hermeskeiler Gymnasiasten den Betrag von ihrem fiktiven Depot in Höhe von 50 000 Euro in VW-Aktien: am 22. Oktober eine mutige Entscheidung.

Die Hermeskeiler Gymnasiasten Kai Glauber, Tommy Malburg und Nicolas Münster sind erfolgreiche Nachwuchs-Broker. TV-Foto: Cordula Fischer
Zuvor hatten sie die Entwicklung sondiert, die Börse beobachtet, Nachrichten verfolgt. Sechs Tage hielten die lustigen Drei die Aktien, bevor sie sie mit Gewinn wieder abstießen. "Das war eine wunderbare Taktik. Dazu gehört, mal warten zu können und ab und zu mal Glück zu haben", ein gutes Bauchgefühl und die Kenntnis des Marktes, erklärt Willi Christmann, Wertpapier-Experte bei der Sparkasse Trier.
All das scheinen die Hermeskeiler Schüler richtig gemacht zu haben. Ihr Startkapital haben sie auf circa 109 880 Euro erhöht. Aber auch die zweit- und drittplatzierten Gruppen haben mit hervorragenden Zahlen abgeschlossen: "Rush for Germany" (Johann-Amos-Comenius-Realschule) mit rund 99 734 Euro und "Die Finanzkrise" (Friedrich-Wilhelm-Gymnasium Trier) mit rund 97 541 Euro. Damit belegen sie landesweit Platz drei und vier. "Seit Jahren ist der Hochwald die Hochburg in der Region in Sachen Planspiel Börse", sagt Sparkassen-Marketing-Chef Matthias Schwarz. Dass die Hermeskeiler auch den Europa-Titel der "erfolgreichsten Jungbörsianer aus ganz Europa" in die Region geholt haben, "sprengt alle Rekorde". "Es kommt darauf an, dass die Gruppe engagiert dabei ist", sagt Lehrer Josef Gonder. Das war das diesjährige Team, dem er mit Rat zur Seite stand, den das Trio im Verlauf dann doch befolgte.
Nur den satten Gewinn können die Drei nicht in die eigene Tasche stecken. Dafür haben sie einen Geldpreis erhalten und reisen zur Bundessieger-Ehrung nach Berlin sowie nach Luxemburg zur Preisverleihung der Europa-Sieger. Auch beim Euro stoxx-Tipp hatte die Hermeskeiler Gruppe die Nase vorn. Im Lehrer-Wettbewerb war Frank Glöckner von der Kaufmännischen Privatschule Eberhard Trier erfolgreich und schloss in ähnlich astronomischen Höhen ab wie die Schüler-Sieger, mit 106 736 Euro. Das nächste Planspiel Börse startet am 5. Oktober.
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