Kurz nach den Sommerferien unternahm die gesamte MSS 13 des Gymnasiums Hermeskeil im Zuge des Geschichtsunterrichtes am Mittwoch, dem 14. August 2019, eine Tagesexkursion nach Siersthal in Frankreich. Dort befindet sich das Festungswerk Simserhof, welches als viertgrößtes Festungswerk der Maginot-Linie eine zentrale Rolle in der Konzeption dieses riesigen Festungsgürtels aus der Zwischenkriegszeit innehatte. Der Bau der Maginot-Linie, die von der französisch-belgischen Grenze über den Alpenraum bis Südfrankreich reichte, steht symbolisch für das spannungsgeladene Verhältnis zwischen Frankreich und Deutschland in den 1930er Jahren. Konzipiert als Schutz gegen ein wiedererstarkendes Deutschland, war es eines der größten Festungsbauprogramme der europäischen Geschichte. Im Zuge zweier Führungen konnten die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in die gewaltigen Ausmaße der Anlage, ihre Funktionsweise und die Lebensumstände der dort stationierten französischen Soldaten erhalten. Gleichzeitig wurde aber auch die Absurdität der Auswirkungen eines gesteigerten Nationalismus in Europa vor Augen geführt, die hier in Stahl und Beton gegossen für ewig mahnend sichtbar sein wird.
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